Terroranschlag auf Bali!!!!

Ich bin erschüttert, geschockt und es ist unfassbar:

Dort, wo ich noch vor 2 Wochen unbeschwert im Sari und im Pady's-Club fast jeden Abend gefeiert und den Urlaub genossen habe, ist der schwerste Terroranschlag seit dem 11.09.2001 verübt worden - mehr als 180 Menschen wurden getötet (ich wäre - wenn ich zum Anschlagszeitpunkt noch dort gewesen wäre - sicher auch tot): Was für kranke Menschen müssen dass durchgezogen haben? Ist man überhaupt noch irgendwo sicher auf der Welt???

Es folgen einige Fotos, unten auf der Seite findest du zwei Berichte zum Terroranschlag , der eine beschreibt sehr gut, wie plötzlich die Idylle zerstört wurde. Der andere befasst sich mit den Folgen für Bali und dessen Einwohnern.

Der Sari-Club, fotografiert von mir am 25.09.2002

  

 

Die tödliche Flammenhölle: Der Sari Club am SA 12.10.2002 ca. 23:30h Ortszeit Bali- Ort des Terroranschlags

Die Trümmer: Legian Street und die Reste des völlig zerstörten Sari-Clubs (rechts ist noch das Schild zu sehen, auf dem in großen Leuchtbuchstaben stand: SC (für Sari Club), oben auf dem Foto noch gut zu erkennen)

Trümmer, Trümmer, Leichen

Trauernde Touristinnen vor der Sari-Ruine

 

  
  
  
  

SA 12.10.2002 Terroranschlag in Kuta - Bali

 

Terror im Ferienparadies

Kuta/Singapur (dpa) - Von einer Sekunde auf die nächste war nichts mehr übrig von der ausgelassenen, feuchtfröhlichen Urlaubslaune, die sonst die Amüsiermeile Jalan Legian in Kuta prägt. Wo sich jede Nacht Taxis entlang Dutzender Bars, Discotheken und Kneipen stauen, herrscht nur noch blankes Entsetzen, Köperteile und Leichen liegen über die Bürgersteige verstreut. "Es war eine mächtige Explosion", berichtet Ketut Putra, der in Kuta lebt. "Als ich sie hörte, bin ich aus dem Haus gelaufen und habe Leute gesehen, die schrien: "Eine Bombe, eine Bombe!" Niemand hatte im Entferntesten vermutet, die "Insel der Götter" könnte jemals zum Terrorziel werden. Bis zu zwölf Kilometer entfernt seien die Explosionen zu hören gewesen, berichtet ein Reporter der Zeitung "Jakarta Post". Dicke Mauern zeigen nach der Detonation Risse, Dutzende Fensterscheiben sind zerborsten, die populären Nachtclubs "Sari Club" und das benachbarte "Paddy's" brannten lichterloh, Autos fingen Feuer. Nur einige hundert Meter entfernt erlebt der neuseeländische Kamermann Richard Poore das Inferno mit: "Die Fenster in unserem Hotel flogen raus, in den oberen Geschossen gab es keine Wände mehr, und der Himmel war von einer unglaublichen Menge Rauch gefüllt", sagte er der britischen BBC. Zunächst konnte nur gerätselt werden, wer die Insel mit ihren schneeweißen Stränden in eine Feuerhölle verwandelte.

Als erster spricht Australiens Außenminister Alexander Downer von einem Terroranschlag, der gezielt gegen westliche Touristen gerichtet gewesen sei. In der Tat: Wer möglichst viele Urlauber treffen wollte, musste sich den "Sari Club" als Terrorziel aussuchen. Auch einen Verdächtigen nennt der Außenamtschef in Canberra schon: Die radikale Moslemorganisation Jemaah Islamiyah. "Es ist nicht die einzige Organisation in Indonesien, über die wir besorgt sind, aber es ist diejenige, die uns am meisten Sorgen bereitet." Eine Gruppe, die "gewiss" Verbindung zum Terrornetzwerk El Kaida habe. Immer wieder war es in den vergangenen Monaten zu anti- amerikanischen und anti-westlichen Protesten in der indonesischen Hauptstadt Jakarta gekommen, vor allem nach dem Militärschlag gegen Afghanistan im Oktober vorigen Jahres. Auch zogen mehrfach Mitglieder einer radikalen islamistischen Gruppe in ihrem selbst erklärten Kampf gegen westliche Dekadenz durch Kneipen, um Kunden zu verprügeln oder das Mobiliar kurz und klein zu schlagen. Im September schloss die US- Botschaft für eine Woche aus Angst, zum Anschlagsziel zu werden. Zugleich hatte die indonesische Regierung immer wieder betont, keine Hinweise auf terroristische Aktivitäten zu haben. Gruppen wie die Jemaah Islamiyah oder Laskar Dschihad, die ihre Mitglieder in den Kampf gegen die christliche Bevölkerung auf den Molukken-Inseln schickte, wurden nicht als Risiko betrachtet, zumindest nicht für westliche Ausländer. Denn tatsächlich praktiziert die überwältigende Mehrheit in dem nach der Bevölkerungszahl größten moslemischen Land der Erde eine äußerst moderate Form des Islam. Doch hatten die USA gleich nach den Terroranschlägen des 11. Septembers 2001 ganz Südostasien ins Visier genommen. Nicht nur entsandte Washington Truppen, um philippinische Soldaten im Kampf gegen die Moslemgruppe Abu Sayyaf zu trainieren. Zugleich will die einzige Supermacht der Erde wieder die militärische Zusammenarbeit mit Indonesien aufnehmen - im Kampf gegen den Terrorismus. 50 Millionen US-Dollar sollen Indonesien zudem bereitgestellt werde, kündigte Außenminister Colin Powell bei einem Besuch in Jakarta vor zwei Monaten an. "Wir versuchen, Präsidentin Megawati und den Streitkräften dabei zu helfen, dieser Bedrohung zu begegnen", sagte er. Möglicherweise, so scheint es nun, kam die Hilfe zu spät. (Quelle: www.yahoo.de)

 

Indonesien trauert nach Bali-Anschlägen um verlorenes Paradies

(Reuters) - Ob Künstler oder Holzschnitzer, Kellner oder Taxifahrer: Auf der vormals so lebensfrohen Insel Bali trauern alle um ihr verlorenes Paradies. Während der Rest des größten moslemischen Landes der Welt in seiner jüngeren Geschichte immer wieder von Gewalt erschüttert wurde, erschien das hinduistisch geprägte Bali wie eine Insel der Glückseligen. Das hat sich mit den Anschlägen vom Samstag grundlegend geändert. Unsicherheit macht sich breit. Wenn selbst Bali nicht mehr sicher ist, wo kann man sich überhaupt noch sicher fühlen, fragt sich nun so mancher Indonesier bange. "Es bricht mir das Herz. Ich bin so traurig darüber," sagt Ronny Elimin, der in einer Werbeagentur in der indonesischen Hauptstadt Jakarta arbeitet. Er ist auf dem Weg zur Arbeit, an diesem Montag nach dem Bombenattentat bei dem 183 Menschen starben, die meisten von ihnen junge Ausländer.

Wie die New Yorker nach den Anschlägen vom 11. September 2001, sprechen die Einwohner Jakartas auf Balis großer Nachbarinsel Java von Angst, tiefer Traurigkeit, Verletzbarkeit und dem Gefühl, dass das Leben nicht mehr so sein werde wie zuvor. Cindy Robertha, eine 26-jährige Hochschulabsolventin, blickt ängstlich in die Zukunft. Indonesien hatte sich in den vergangenen Jahren allmählich von der Asienkrise erholt. Die Chancen standen damit besser für junge Arbeitssuchende wie die 26-Jährige. "Ich glaube, das Land bricht nun zusammen. Ich fühle mich nicht mehr sicher", sagt Cindy.

Bei einigen ihrer Landsleute ist die Angst schon in Wut umgeschlagen. Sie erwarten von den Behörden, die schon von anderen asiatischen Staaten wegen ihrer angeblichen Duldsamkeit gegenüber militanten Islamisten kritisiert wurden, dass die Täter zur Rechenschaft gezogen werden. "Wir wollen wissen, wer verantwortlich für diese teuflische Tat ist. Die Polizei muss sofort handeln," sagt der Geschäftsbesitzer Jacky Susanto. Der Kellner Made Lata Suvawa rechnet nach den Anschlägen mit weitreichenden Folgen für die Insel: "Seit dem Zweiten Weltkrieg gab es hier keine ernsthaften Problem für Touristen," sagt der 26-Jährige. "Wir sind hart getroffen worden. Ich habe Angst, dass noch mehr Bomben folgen könnten, und dass andere Länder von Reisen nach Bali abraten." (Quelle:www.yahoo.de)

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